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28.09.19 Rathaus-Echo - Die Glocke

 

Schulpolitik bleibt im Fokus
Mit dem Ende der Sommerferien ist das Leben in die Schulen unserer Stadt zurückgekehrt. Die CDU-Ratsfraktion wünscht allen Schülern, ganz besonders den mehr als 300 i-Dötzchen, ein erfolgreiches Schuljahr und eine tolle Zeit im Kreise ihrer Freunde.

Warendorf trägt auch den Namen „Stadt der Schulen“. Wenngleich dieser Ruf vor allem im Zuge der – aus meiner Sicht unnötigen – Schließung des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums gelitten hat, ist unsere Schullandschaft nach wie vor gut aufgestellt. Um diesen Status zu erhalten, stehen Rat und Verwaltung vor der Herausforderung, unsere Schulen fit für die Zukunft zu machen. So haben neue pädagogische Konzepte, erhöhte Raumbedarfe oder auch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft in den vergangenen Jahren zu tiefgreifenden Veränderungen in der Schullandschaft geführt.

Meine Schulzeit liegt keine zehn Jahre zurück, trotzdem sage ich: Die Schule, wie ich sie kennengelernt habe, gibt es nicht mehr. Um sachgerechte Entscheidungen über Investitionen in unsere Schullandschaft treffen zu können, sind wir Politiker auf die Unterstützung aller Beteiligten angewiesen. Die CDU-Fraktion begrüßt, dass seitens der Stadtverwaltung mit der Erstellung von Raumprogrammen für die weiterführenden Schulen begonnen wurde, erwartet aber auch, dass dieser Prozess fortgeführt und baldmöglichst auf den Grundschulbereich ausgedehnt wird. Ebenso sind wir gespannt, welche Vorschläge zur Nutzung der ehemaligen Gebäude der Franziskusschule, Freiherr-von-Ketteler-Schule und Kreishandwerkerschaft gemacht werden. Auch wenn wir wahrscheinlich nicht alle Raumwünsche erfüllen werden können, ist die CDU bereit, in Warendorfs Schulen und somit in die Zukunft unsere Kinder zu investieren.

Ein persönliches Anliegen ist mir als Dorfkind, die Grundschulen in den Ortsteilen dauerhaft zu erhalten und zu stärken. Die grundsätzlich positive Entwicklung der Geburtenzahlen und der Zuzug von Neubürgern – gleich welcher Herkunft oder Religion – lässt mich hoffen, dass wir dieses Ziel erreichen werden. Von der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach Plätzen in der Offenen Ganztagsschule ist die Stadt Warendorf zuletzt ein wenig überrollt worden. Rat und Verwaltung sind bemüht, möglichst vielen Anfragen zu entsprechen und zusätzliche Raumkapazitäten zu schaffen. In diesem Zusammenhang würde ich mich aber über eine stärkere finanzielle Unterstützung des Landesgesetzgebers freuen – dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass in Düsseldorf über die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf einen OGS-Platz nachgedacht wird.

Mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen würde ich mir wünschen, dass wir im Rat und den Ausschüssen konstruktiv und mit finanziellem Augenmaß darüber diskutieren, für welche Investitionen in unsere Schullandschaft wir grünes Licht geben. Falsche Hoffnungen zu wecken, wäre unredlich – geht es doch um unsere Kinder und nicht um Wählerstimmen.

Stephan Ohlmeier

 

 
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